Ein komplettes Barcode-System besteht aus Software, Scannern, einem Drucker oder Etikettierer und Etiketten für den Thermotransfer- oder Thermodirektdruck. Interessant sind auch mobile Terminals zur mobilen Datenerfassung mit eingebautem Scanner oder Leser, einem Display und einer Tastatur. Für eine POS (Point of Sale)-Lösung werden Laser-Barcode-Scanner mit hohem Durchsatz und automatischer Triggerung für das freihändige Scannen von Barcodes benötigt.

Strichcode Software

Die Barcodes werden mit einer speziellen Software erstellt. Während Barcode-Software für Microsoft Windows verfügbar ist, sind Apple Macintosh Computer am besten für die Erstellung von Barcodes geeignet. Macs sind aufgrund ihrer starken Position im Marktsegment DTP, Druckvorstufe und Grafik vorzuziehen. Eine typische Barcode-Software unterstützt die gängigen Symbologien, berechnet automatisch Prüfsummen und bietet eine Vielzahl von Ausgabemöglichkeiten mit Unterstützung für die gängigsten Bildformate (wie PNG, TIFF oder JPG) und auch für Post Script oder EPS.

Eine preiswerte Alternative zu dedizierten Barcode-Generatoren sind sogenannte Barcode-Fonts. Die Qualität eines mit einem solchen Font erstellten Barcodes entspricht jedoch in der Regel nicht den jeweiligen Standards.

Je nach Anwendung ist der Einsatz von dedizierten, barcodefähigen Etikettendruckprogrammen empfehlenswert. Eine solche Software kann z.B. dazu verwendet werden, sequentielle Barcodes (für Seriennummern) oder Logos oder Produktbilder neben dem eigentlichen Barcode zu drucken.

Barcode-Scanner

Barcode-Scanner, auch Barcode-Lesegeräte genannt, gibt es in verschiedenen Formen: Die gebräuchlichste Form sind Laserscanner. Hier tastet ein bewegter Laserstrahl den Code ab, was zu einem schnellen und fehlerfreien Lesen führt. Eine preiswerte Alternative zu Laserscannern sind CCD-Scanner, die über eine Reihe von Leuchtdioden und Fotodetektoren verfügen. Die früheste Art von Barcodelesern waren sogenannte Barcode-Stäbe, auch Zauberstäbe genannt. Hier wird eine einzelne Leuchtdiode (LED) und ein einzelner Fotodetektor verwendet, um das typische Schwarz-Weiß-Muster eines Barcodes zu erkennen. Während Laser- und CCD-Barcodescanner einen Barcode als Ganzes scannen, muss die Barcodelesespitze zum Lesen über den Code gezogen werden.

Barcode-Drucker

Barcodedrucker werden verwendet, um den Barcode auf selbstklebende Etiketten zu drucken. Die meisten Barcode-Etikettendrucker arbeiten heute entweder im Thermodirekt- oder Thermotransfermodus. Beim Thermodirekt-Prinzip bringt der Druckkopf Wärme auf ausgewählte Teile des Etiketts auf, die dann dunkel werden. Dies ist das gleiche Prinzip, das auch bei älteren Faxgeräten verwendet wird. Thermodirekt-Etiketten sind lichtempfindlich und sollten nicht verwendet werden, wenn sie länger als ein paar Tage oder Wochen halten sollen. Typische Anwendungen sind Adressetiketten, die nur wenige Tage halten müssen.

Bei Thermotransferdruckern sitzt ein wärmeempfindliches Farbband (Thermotransferband) zwischen Druckkopf und Etikett. Wenn Wärme auf das Band aufgebracht wird, überträgt sich die Tinte (daher der Name) vom Band auf das Etikett. Etiketten, die mit Thermotransferdruckern bedruckt wurden, sind sehr haltbar. Allerdings ist das Transferband neben dem eigentlichen Etikett ein weiteres Verbrauchsmaterial, das die Druckkosten erhöht.